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Welche Depressionsformen gibt es?
Obwohl meist von "der" Depression gesprochen wird, unterscheiden Ärzte und Therapeuten verschiedene Arten depressiver Störungen.
"Typische" Depression
Bei einer Depression im engeren Sinn – auf Englisch "Major Depression" - leiden Betroffene unter depressiven Beschwerden, die ihre Leistungsfähigkeit beeinträchtigen. Je nach Ausprägung sprechen Experten von einer leichten, mittelschweren oder schweren Depression. Leichtere Depressionen zeichnen sich meist durch das Auftreten weniger Beschwerden und einer geringeren Leistungsbeeinträchtigung aus. Oft kann der Betroffene seine gewohnten Tätigkeiten unter gesteigerter Anstrengung beibehalten.
Bestehen die Symptome erst seit einigen Wochen oder Monaten und treten sie erstmalig auf, spricht man von einer einzelnen depressiven Episode. Lag bereits früher ein ähnlicher Zustand vor, nennt man dies eine rezidivierende Depression. Im Falle einer wiederholten Episode muss auch nach vollständigem Abklingen der Beschwerden versucht werden, eine erneute depressive Phase zu verhindern.
Dysthymie: anhaltende Verstimmung
Neben diesen "typischen" Depressionen können Menschen auch unter lang anhaltenden depressiven Verstimmungen leiden, ohne dass sie das volle Bild einer Depression entwickeln. Wenn derartige Depressionen jahrelang andauern, sprechen Mediziner von einer "Dysthymie". Früher wurde diese Form der Depression als "neurotische Depression" bezeichnet. [weiter...]
Tief betrübt und himmelhoch jauchzend
Bei manchen Depressiven schlägt das Gefühl in sein Gegenteil um. Die Betroffenen fühlen sich dann euphorisch, hoch gestimmt und "großartig", manchmal auch gereizt und aggressiv. Die Phasen der Hochgestimmtheit nennt man "Manie". Früher wurde die Störung "manisch-depressive Erkrankung" genannt, heute spricht man von einer "bipolaren Störung", weil das Krankheitsbild durch das Auftreten zweier Stimmungspole gekennzeichnet ist. [weiter...]
Quellen:
Berger M et al. Psychiatrie und Psychotherapie. Urban & Fischer, München 2000.
Möller H-J et al. Therapie psychiatrischer Erkrankungen. Thieme, Stuttgart 2000.