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Depressiv durch Krankheit: gibt's das?

Viele Gesundheitsprobleme können Depressionen auslösen.

Stellt der Arzt bei einem Menschen eine Depression fest, sagt dies zunächst nichts über deren Ursache. Denn viele Gesundheitsprobleme können eine depressive Stimmungslage auslösen. Mit verschiedenen Untersuchungen gilt es daher, mögliche konkret fassbare Ursachen einer Depression auszuschließen.

Mögliche Ursachen einer Depression sind u. a.:

  • Schilddrüsenerkrankungen: Sowohl eine Über- als auch eine Unterfunktion der Schilddrüse können Depressionen verursachen.
  • Neurologische Erkrankungen: Depression ist ein häufiger Bestandteil einer Alzheimer- oder Parkinson-Krankheit, aber auch entzündliche Erkrankungen des Gehirns, Schlaganfall und Hirntumore können zur Depression führen.
  • Schwere körperliche Erkrankungen: Schwere Herzmuskelschwäche, Herzinfarkt, schweres Asthma, Lebererkrankungen und andere Erkrankungen können ein depressives Syndrom verursachen.
  • Infektionen: Infektionserkrankungen, von der Lungenentzündung, über die Borreliose, die Tuberkulose bis hin zu AIDS können mit einer Depression einhergehen.
  • Krebs: Patienten, die an Krebs erkrankt sind, leiden oft auch unter Depressionen.
  • Drogen und Alkohol: Cannabis, Opiate und Aufputschmittel können alle eine Depression verursachen, ebenso wie der übermäßige Genuss von Alkohol – vor allem bei anfälligen Menschen.
  • Medikamente: Viele wissen nicht, dass manche Medikamente als Nebenwirkung eine Depression auslösen oder verstärken können. Dazu zählen unter anderem manche Antibiotika, Herz-Kreislauf-Medikamente, die Pille oder kortisonhaltige Präparate.

Ursache und Depression behandeln!

Ist die Ursache im Griff, z. B. durch die Behandlung einer Schilddrüsenerkrankung oder den Wechsel eines Medikaments, lässt auch die Depression in der Regel nach. Doch leider gelingt das nicht immer oder es dauert einfach zu lange. In diesem Fall, so sind sich heute die meisten Mediziner einig, sollten die depressiven Beschwerden gezielt behandelt werden - auch mit speziellen Medikamenten - um den Betroffenen unnötiges Leiden zu ersparen.