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Bekannte und Berühmte mit Depression

Depression ist eine häufige Erkrankung. Sie trifft arme und reiche, bekannte und unbekannte Menschen gleichermaßen.

Wir möchten Ihnen bekannte Zeitgenossen vorstellen, die sich zu ihrer Depression oder manisch-depressiven Krankheit bekannt haben sowie historische Persönlichkeiten, von denen man heute annimmt oder weiß, dass sie an einer Depression oder manisch-depressiven Krankheit litten.

Sebastian Deisler (geb. 1980)

Der Fußballspieler gab bei Borussia Mönchengladbach als 18-Jähriger sein Debüt in der Fußball-Bundesliga und wechselte nach einer Zwischenstation bei Hertha BSC Berlin zum FC Bayern München. In der Saison 2003/04 erkrankte der Nationalspieler an einer schweren Depression, die in einer psychiatrischen Klinik behandelt werden musste. Deisler ging mit seiner Depression offen um und half so mit, die Erkrankung zu entstigmatisieren.

Marilyn Monroe (1926 - 1962)

Sexidol und Schauspielerin Marilyn Monroe war nicht in der Lage, ihre Depressionen zu besiegen. Am Ende ihrer wilden und kurzen Karriere stand sie unter ständiger psychiatrischer Betreuung. Sie neigte dazu, die ihr verschriebenen Medikamente mit Alkohol zu mischen. Während man sie noch für ihren Film "Manche mögen's heiß" umjubelte, wurde sie immer unzuverlässiger, wurde gefeuert und kurzzeitig in einer psychiatrischen Klinik behandelt. Sie starb im Alter von 36 an einer Überdosis eines Schlafmittels.

Ernest Hemingway (1899 –1961)

Hemingway begab sich aufgrund von Depressionen häufig in psychiatrische Behandlung. Wie viele andere Betroffene versuchte er, mit Alkohol gegen die Erkrankung anzukämpfen. Doch es gelang ihm nicht. Depression, Einsamkeit, Hass auf sich selbst und Angst gewannen schließlich die Oberhand, sodass er das Schreiben aufgeben musste. Ernest Hemingway erschoss sich mit einem Jagdgewehr.

Vincent van Gogh (1853 - 1890)

Über Vincent van Gogh sind verschiedene Diagnosen im Umlauf, z. B. eine bestimmte Form der Epilepsie, mit der seine explosiv-bunten Bilder in Zusammenhang gebracht werden. Bekannt sind seine wechselnden Stimmungen und zumindest zwei Episoden einer Depression, denen jeweils im Sinne einer manisch-depressiven (bipolaren) Erkrankung Phasen mit übermäßiger Energie folgten. Van Gogh nahm sich im Alter von 37 Jahren das Leben.

Abraham Lincoln (1809-1865)

Der erste Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika litt nicht nur sein gesamtes Leben unter Depressionen. Er hatte auch oft Angstattacken, die mit Kopfweh, brennenden Augen und Übelkeit verbunden war. Außerdem plagten ihn Albträume und Todesvorstellungen.

Leo Tolstoi (1828 - 1910)

Zwar steckte der russische Autor viel Energie in seine schriftstellerischen Projekte, jedoch beklagte er sich über das Fehlen von glücklichen Momenten in seinem Leben. Während er seinen Roman Anna Karenina ertig stellte, erlebte Tolstoi depressive Episoden, in denen er auch Selbstmordgedanken hatte. In dieser Zeit wandte sich Tolstoi dem Christentum zu.

Franz Kafka

Franz Kafka (1883-1924)

Kafkas Werk "lebt" von Einsamkeit, Frustrationen, Unterdrückung, Angst, Stress und Depression. Für ihn war das Schreiben eine Art von Therapie, neben endlosen Spaziergängen, persönlichen Rückzügen und, möglicherweise, einer Psychoanalyse. Kafka selbst erlebte seinen Ruhm nicht; seine bekanntesten Werke wie "Der Prozess", "Das Schloss" und "Amerika" wurden posthum veröffentlicht, obwohl Kafka sich gewünscht hatte, die Manuskripte nach seinem Tod zu zerstören.

Edvard Munch (1863-1944)

"Krankheit, Wahnsinn und Tod hielten wie schwarze Engel Wacht an meiner Wiege. Sie haben mich durch mein ganzes Leben begleitet", stellte der norwegische Maler fest. Edvard Munch litt unter einer bipolaren Störung, also einer manisch-depressiven Erkrankung. Sein bekanntestes Bild "Der Schrei" spiegelt wie die meisten seiner Arbeiten sein zerrissenes, düsteres Seelenleben wider. Auch seine jüngere Schwester litt schon in jungen Jahren unter einer Depression. Munch begann Trost in Alkohol zu suchen – und kam nicht mehr davon los.

Kurt Cobain

Kurt Cobain (1967-1994)

Die Musiklegende wurde mit seiner 1988 gegründeten Band Nirvana zum geistigen Führer der sog. "Grunge"-Bewegung. Cobain litt an Depressionen, die sich durch den plötzlichen Ruhm verschärften. Einen vermeintlichen Ausgleich verschaffte er sich mit Heroin. Doch es häuften sich Selbstmordgedanken, seine Drogenprobleme wurden schlimmer. Nach einem ersten Selbstmordversuch spritzte sich Cobain eine Überdosis Heroin und erschoss sich mit einer Schrotflinte.

Anthony Hopkins (geb. 1937)

Der mittlerweile geadelte Schauspieler Sir Anthony Hopkins kann bereits heute auf ein bewegtes Leben zurückblicken, von einer verkorksten Kindheit über langjährige Alkoholexzesse, Leben in Armut und schwerer Depression. Erst "Das Schweigen der Lämmer", der Film, der ihm einen Oscar einbrachte, veränderte sein Leben und ließ ihn wieder kraftvoll und stärker werden.