Inhalt

Rezidivprophylaxe – damit es nicht wieder zu einer Depression kommt

Durch eine langfristige Behandlung kann der Ausbruch einer erneuten Krankheitsepisode sehr oft verhindert werden.

Vorbeugen ist besser als leiden

Depressionen zählen zu den Krankheiten, die immer wieder ausbrechen können. Vor allem in der ersten Zeit nach einer überstandenen Depression kann es zu einer Wiedererkrankung (Rezidiv) kommen.

Illustration veranschaulicht, wie manche Patienten auch nach vollständiger Genesung das Medikament über Monate bis hin zu einem Jahr oder länger weiter erhalten. Damit soll einer Wiedererkrankung vorgebeugt werden.

Deshalb verordnet Ihr Arzt Ihnen das Medikament für einige weitere Monate bis hin zu einem Jahr weiter. Eine Behandlung auch über ein Jahr hinaus ist sinnvoll, wenn in der Vergangenheit bereits mehr als zwei Episoden einer Depression aufgetreten sind.

Vertrauen Sie bitte auch in dieser Phase Ihrem Arzt, denn das Antidepressivum macht entgegen landläufiger Meinung nicht abhängig. Helfen Sie selbst, einer Wiedererkrankung vorzubeugen, und nehmen Sie das Medikament so lange ein, wie es Ihr Arzt für richtig hält. Damit haben Sie es selbst in der Hand, Ihre Depression in den Griff zu bekommen und negative Folgen für Sie, Ihre Angehörigen, Ihre Leistungsfähigkeit und Berufstätigkeit zu vermeiden.

Keine Garantie

Niemand kann zwar garantieren, dass die Erkrankung nach einiger Zeit nicht wieder auftritt. Eine erneute Krankheitsepisode fällt jedoch in der Regel weniger ausgeprägt aus, wenn das Antidepressivum weiter eingenommen wird.

Weitere Medikamente

Neben der Einnahme des Antidepressivums gibt es noch weitere Möglichkeiten, einer Wiedererkrankung vorzubeugen. So kann Ihr Arzt Ihnen zusätzlich ein Medikament verschreiben, das übermäßige Stimmungsschwankungen ausgleichen soll. Ärzte empfehlen einer Reihe von Patienten, gleichzeitig beide Arten von Medikamenten über längere Zeit einzunehmen.

Es kommt auf Sie an!

Die Situation von Menschen, die wiederholt an einer Depression erkranken, ist mit derjenigen von Menschen vergleichbar, die an einer anderen chronischen Erkrankung leiden, z. B. an Bluthochdruck. Auch hier legen Medikamente die Grundlage zum dauerhaften Behandlungserfolg.

Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Ihnen die Einnahme eines Medikaments Probleme bereitet. Häufig vertragen Patienten Medikamente unterschiedlich gut. Falls Sie ein Medikament nicht vertragen, kann Ihr Arzt ein für Sie besser geeignetes, verträglicheres Medikament auswählen.

Regelmäßig zum Arzt

Selbst wenn Sie sich wohl fühlen, sollten Sie regelmäßig Ihren behandelnden Arzt aufsuchen. Mit ihm können Sie alle Fragen rund um die Behandlung der Depression klären. Besuchen Sie möglichst bald Ihren Arzt, auch außerhalb der Reihe, wenn Sie wieder Symptome einer Depression spüren oder andere Beschwerden, die Sie bisher nicht gekannt haben. Dazu kann beispielsweise eine reizbare oder übermäßig gehobene Stimmung zählen.